Wenn der Zucker im Blut bleibt.

Über 2 Millionen Deutsche leiden an Diabetes. Weitere 2 Millionen sollen laut Experten ebenfalls erkrankt sein – ohne allerdings etwas davon zu wissen. Wer zuckerkrank ist, muß vor allem seine Eßgewohnheiten verändern.
Herr und Frau Kuchler: "Wir tun alles, um die Erwartungen und Fragen unserer Kunden zu erfüllen bzw. zu beantworten."  
     
Frage: Wie kommt es bei Erwachsenen zu Diabetes?   Herr Kuchler: Ganz oben stehen falsche oder zu reichliche Ernährung, mangelnde körperliche Bewegung, zuviel Alkohol und Streß.
     
Frage: Und was ist Diabetes?   Herr Kuchler: Vereinfacht ausgedrückt: Die Kohlenhydrate, die wir über Nudeln, Brot und andere Nahrungsmittel zu uns nehmen, wandelt unser Körper in Zucker um. Der wird über das Blut zu unseren Körperzellen transportiert, wo er verbrennt und für Körper-Energie sorgt. Dieser Vorgang funktioniert aber nur mit Insulin, einem Stoff, den unsere Bauchspeicheldrüse produziert. Ohne Insulin kann der Zucker nicht in die Zellen eingeschleust werden…
     
Frage: Was zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel führt…   Herr Kuchler: Richtig.
     
Frage: Mit welchen Folgen?   Herr Kuchler: Es werden Blutgefäße, Nerven und Knochen geschädigt. Hinzu kommt, daß das Sehvermögen leidet, die Nieren schlechter arbeiten und für Infektionen anfällig werden oder daß es zum Herzinfarkt kommt – 5mal häufiger übrigens als bei Nicht-Diabetikern.
     
Frage: Was kann man gegen Diabetes tun?   Herr Kuchler: Eine der Hauptursachen für Diabetes ist Übergewicht. Es führt dazu, daß die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert. Deshalb müssen Übergewichtige abnehmen und sich anschließend konsequent gesund ernähren. Dazu gehört auch, auf Süßigkeiten, gezuckerte Getränke, bestimmte Früchte und Alkohol zu verzichten. Wie die Diät aussieht, muß natürlich – wie alle anderen Maßnahmen – der behandelnde Arzt festlegen.
     
Frage: Wenn man sich daran hält, produziert die Bauchspeicheldrüse wieder ausreichend Insulin?   Herr Kuchler: Richtig!
     
Frage: Und wenn nicht?   Herr Kuchler: Dann helfen spezielle Tabletten weiter.
     
Frage: Ich dachte immer, Diabetiker müßten sich regelmäßig Insulin spritzen, um ihren Zuckerhaushalt zu regulieren.   Herr Kuchler: Das gilt nur für etwa 10 Prozent aller Diabetiker.
     
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