Tinnitus: Wenn Geräusche aus der Stille das Leben zur Hölle machen

Ständiges Sausen, Zischen, Klopfen, Dröhnen, Knarren, Knallen oder Klingeln im Ohr: Es gibt viele Formen, wie sich Tinnitus bemerkbar - und den Betroffenen das Leben zur Hölle macht. Inzwischen leidet jeder zehnte Deutsche an einem chronischen Ohrgeräusch. Grund genug, sich darüber ausführlich zu informieren.
Herr und Frau Kuchler: "Wir tun alles, um die Erwartungen und Fragen unserer Kunden zu erfüllen bzw. zu beantworten."  
     

Frage: Was versteht man unter Tinnitus?

  Herr Kuchler: Ärzte verstehen darunter Geräusche, die in den Ohren oder im Kopf gehört werden, für die es aber offenbar keine externe Schallquelle gibt.
     
Frage: Und wie kommt es dazu?   Herr Kuchler: Da gibt es unterschiedliche Ursachen. Etwa durch einen plötzlichen starken Knall; oder wenn man sich längere Zeit starkem Lärm aussetzt.
     
Frage: Da müssen ja Diskobesucher besonders betroffen sein.   Herr Kuchler: Sind Sie auch. Tinnitus breitet sich aus diesem Grund immer mehr unter Jugendlichen aus. Die Krankheit kann darüber hinaus auch psychosomatisch bedingt sein. In den meisten Fällen allerdings sind organische Schäden die Ursache. Und oft ist es so, dass alle drei möglichen Ursachen eine Rolle spielen.
     
Frage: Und wie gehen Betroffene damit um?   Herr Kuchler: Wenn der Tinnitus nicht mehr geheilt werden kann, steht es im Extremfall schlecht. Viele werden depressiv, antriebsschwach, bekommen Schlafprobleme und Ängste und kapseln sich von anderen Menschen ab.
     
Frage: Tinnitus-Geräusche setzen ja deutlich hörbar und wie ein Blitz aus heiterem Himmel ein. Was mache ich, wenn ich Ohrgeräusche habe, die anhalten?   Herr Kuchler: So schnell wie möglich einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Denn jeder einsetzende Tinnitus kann wie ein Hörsturz angesehen werden. Je schneller man handelt, desto größer sind die Chancen, dass der Tinnitus wieder vollständig ausgeheilt werden kann.
     
Frage: Und was kann man vorbeugend dagegen tun?   Herr Kuchler: Vermeiden Sie Lärm und laute Musik ebenso wie Stress, zu viel Alkohol, Nikotin und Koffein. Wer viel Medikamente nehmen muss, sollte mit dem Arzt oder Apotheker überprüfen, ob darin enthaltene Wirkstoffe das Gehör schädigen könnten.
     
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